Olafs KI-Wende – vom Skeptiker zum Automatisierer mit den Heroes (#199)

Shownotes

Olaf Achilles ist ein Urgestein der Industrievertretung – aber keines, das Moos ansetzt. Mit fast vier Jahrzehnten Erfahrung (vom Bosch-Ingenieur zur Übernahme der väterlichen Firma) hat er alles erlebt: Existenzbedrohende Krisen, den Verlust der Hauptvertretung über Nacht und schwierige Partnerschaften. Doch statt den Auslaufmodus einzuschalten, drückt Olaf jetzt den digitalen Turbo. In dieser Folge erzählt er, warum er sich mit über 60 noch in eine AI-Masterclass stürzt, wie er mit „Hutgröße 61“ Wissen aufsaugt und warum Gelassenheit seine schärfste Waffe gegen cholerische Kunden ist. Ein Talk voller Lebenserfahrung, Resilienz und echter Aufbruchsstimmung.

📌 IN DIESER FOLGE ERFÄHRST DU:

  • Vom Dipl.-Ing. zum Vertriebsunternehmer: Olafs Weg von Bosch (München) zurück nach Ostwestfalen und der steinige Start in die Selbstständigkeit.
  • Überleben im Krisenmodus: Wie Olaf 2009 mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von unter 5.000 € überlebte – und wie er das Ruder herumriss.
  • Rückschläge wegstecken: Der Verlust von 100.000 € Jahresprovision durch eine Strategieänderung des Prinzipals und wie man danach wieder aufsteht.
  • Mindset „Gelassenheit“: Warum Olaf cholerische Kunden heute einfach ausreden lässt und sich nicht mehr persönlich angegriffen fühlt.
  • Der digitale Wandel: Vom Diplomarbeit-Schreiben auf der Speicherschreibmaschine hin zum „KI-Infizierten“ durch die HVH-Community.
  • Wichtiger Renten-Tipp: Warum Olaf heute anders entscheiden würde, wenn es um die Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung geht (ein Appell an alle Gründer!).

🎙️ GAST & HOST 🎙️ André Keeve: Host Handelsvertreter Heroes, Geschäftsführer von Rhapsody Software 🎙️ Olaf Achilles: Inhaber Industrievertretung Achilles, Dipl.-Ing. & HVH Community-Member

⏱️ KAPITEL 00:00 Intro & Begrüßung 02:00 Der Start: Diplomarbeit ohne PC & Lehrjahre bei Bosch 07:34 Einstieg in die Selbstständigkeit & Übernahme vom Vater 09:50 Die Krise 2009: Kampf ums finanzielle Überleben 13:10 Der Nackenschlag: Verlust der Hauptvertretung & Personalabbau 16:14 Mindset-Shift: Wie man lernt, Kunden-Frust abprallen zu lassen 19:27 Corona: Vom Büro-Alltag ins Homeoffice über Nacht 23:00 Der Weg zu HVH: Warum Olaf neue Impulse suchte 26:49 Die KI-Infektion: Vom Skeptiker zum Masterclass-Teilnehmer 32:33 3 Key-Learnings aus 40 Jahren (Gelassenheit, Tech-Skills, Ausdauer) 35:38 Warnung an Gründer: Der Fehler mit der Rentenversicherung 37:00 Fazit & Outro

💬 KOMMENTARE AN UNS

  • Wie gehst du mit existenziellen Rückschlägen um – hast du eine ähnliche „Stehaufmännchen“-Story wie Olaf?
  • Thema Altersvorsorge als Selbstständiger: Hast du dich bewusst für oder gegen die gesetzliche Rente entschieden?

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📌 TAGS #HVHTalk #Industrievertretung #Resilienz #Krisenmanagement #KIimVertrieb #Mindset #Vertriebserfahrung #Rentenversicherung #Ingenieur #Mittelstand

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich war total frustriert und hatte Schiss, dass wir auf die Straße gesetzt werden.

00:00:04: Familie mit zwei Kindern, teure Wohnung, Münchner Umfeld.

00:00:08: Und ich war der neueste, jüngste Mitarbeiter da im Vertrieb.

00:00:13: Nun habe ich gesagt, jetzt machen wir den Schritt, ist mir alles egal.

00:00:19: Moin aus Hamburg.

00:00:20: Hallo und herzlich willkommen beim Handelsvertreter Heroes Digital Talk, dein Podcast für alles, was deinen Alltag als Handelsvertreter oder natürlich auch als Industrievertretung digital einfacher macht.

00:00:30: Wie immer ist mein Name Andre Keewe, Softwareunternehmer, Gründer von Handelsvertreter Heroes und selbst Handelsvertreter für digitale Produkte und Weiterbildung.

00:00:39: Ja und natürlich heute nicht allein.

00:00:42: Ich habe einen ganz tollen Gast bei mir.

00:00:44: Herzlich willkommen lieber Olaf Achilles.

00:00:46: Ja, danke André.

00:00:48: Dass ich dabei sein darf, dass du mich dazu eingeladen hast.

00:00:51: Sehr, sehr gern.

00:00:52: Ja, cool.

00:00:53: Ein paar kurze Worte von meiner Seite schon zu Olaf.

00:00:56: Du bist jemand seit Jahrzehnten schon als Industrievertreter mit technischem Tiefgang wirklich unterwegs.

00:01:03: So will ich es mal sagen.

00:01:04: Diplom-Engineur, bist dann in den Vertrieb, war es in den neunzig Jahren da schon unterwegs, hast so Themen wie Fördertechnik, Robotik,

00:01:12: Dichtheitsprüfung.

00:01:13: Also da ist eine ganze Menge irgendwie da drin.

00:01:16: Was aber für mich auch so exemplarisch ist.

00:01:18: Du stehst halt nicht nur für diese Themen, sondern sehr stark eben auch für das ganze Thema Digitalisierung für Neugierde.

00:01:24: Da kommt also ganz viel bei Olaf zusammen.

00:01:26: Und Olaf, du bist schon ein paar Monate jetzt bei den Heroes irgendwie und da habe ich so eine so eine Transformation, so ein bisschen auch gesehen.

00:01:34: und da habe ich gesagt, okay, lass uns mal, lass uns mal darüber heute sprechen und wie du das Thema auch Digitalisierung, auch KI im Rahmen deiner Industrievertretung auch so siehst.

00:01:43: Das wäre gerne so der Rahmen für mich.

00:01:45: Aber steigen wir erst mal ein.

00:01:46: Wir sind in Reda Wiedenbrück sind wir.

00:01:48: Leute, gar nicht so weit von meiner Heimat irgendwie entfernt.

00:01:51: Im schönen Ostwestfalen bei tollem Sonnenschein draußen.

00:01:54: Wunderbar, Anfang Januar, wie sollte es anders sein?

00:01:58: Ja, ich habe es gesagt, seit fast vierzig Jahren, also das darf man ruhig sagen.

00:02:03: Oder wie kam der Einstieg?

00:02:05: Erzähl mal ein bisschen so Meilenstein in deiner Wieter.

00:02:08: Ja, ich habe Maschinenbau studiert im Bielefeld an der Fachhochschule.

00:02:12: Und dann, bevor ich überhaupt alle Klausuren bestanden hatte und meine Diplomarbeit angefangen hatte, hatte ich schon meine ersten Vorstellungsgespräche und ich wollte eigentlich immer nach Süddeutschland.

00:02:23: Ich wollte auf jeden Fall von zu Hause weg, mit sechsundzwanzig endlich zu Hause raus.

00:02:29: Ich habe ja in der Nähe studiert, weil ich hatte damals auch eine Freundin in Gütersloh und die wollte ich also auf gar keinen Fall irgendwie verlieren, dadurch, dass sie irgendwo anders studiere.

00:02:38: Also musste ich heimatnah studieren.

00:02:42: natürlich auch zu Hause gewohnt von Gütersloh in Bielefeld.

00:02:44: Ich bin also in Gütersloh aufgewachsen.

00:02:46: Das ist ja nun nicht weit.

00:02:48: Ja und wie gesagt, bevor ich meine Diplomarbeit angefangen hatte, hatte ich meine erste Stelle eigentlich schon unter Vertrag.

00:02:53: Das war dann Bosch in München.

00:02:56: Okay.

00:02:56: Und dann habe ich meine Diplomarbeit gemacht und hatte einen harten Anschlag.

00:03:00: Ich habe also im Januar mit der Diplomarbeit angefangen und zum ersten Mai musste ich aber in München sein.

00:03:06: Also hatte ich Herrschafe dreieinhalb Monate Zeit für eine komplette Diplomarbeit mit aller Schreibarbeit und allen drum und dran.

00:03:13: Und das ohne Computer, sondern mein Vater hatte in seinem Büro eine Speicherschreibmaschine mit einzeiligem Display- und Mini-Speicher-Disketten.

00:03:21: Das waren so kleine Dinger so, ich würde mal sagen, ein bisschen größer als ein Fünfmarkstück damals.

00:03:27: Und da habe ich dann meine vierhundertseiten Diplomarbeit auf mehrere Disketten gespeichert.

00:03:32: Okay, und nächtelang da gesessen und geschrieben?

00:03:35: Mit

00:03:35: zwei Fingersuchssystemen.

00:03:36: oder will ich zehn Finger schreiten?

00:03:38: Nein, zehn Finger konnte ich schon beherrschen.

00:03:40: Ich war vorher zwei Jahre bei der Bundeswehr und war da in einer Entstandsetzungskompanie und sollte Zivilaufträge vergeben.

00:03:46: Das waren dann zwei bis drei Stück am Tag und hatte ich Zeit genug, meine zehn Finger auf der Tastatur auf der alten Typenhebel Schreibmaschine zu sortieren und habe dann da geübt und habe mir das zehn Fingersystem also selber beigebracht.

00:03:59: Sehr

00:04:01: schön.

00:04:01: Kurs gemacht, ein Schreibmaschinenkurs bei einer ganz strengen Lehrerin.

00:04:04: Aber ich bin heute immer noch dafür dankbar, dass ich das kann.

00:04:08: Ja, ich kann auch blind schreiben.

00:04:10: Also ich kann, wenn ich jetzt mit dem Headset arbeite, der Kunde erzählt mir was, dann schreibe ich das eben alles schon mit.

00:04:15: Ich muss also nicht mehr mit einem Kugelschreiber mit schreiben.

00:04:17: Das mache ich alles schon so gleich in meinen CRM System rein.

00:04:20: Ja, und dann habe ich damals bei Bosch im München angefangen als Fertigungsplaner, Anlagenplaner, Fertigungsbetreuer.

00:04:28: und habe dann relativ schnell die gesamte Prüftechnik da übertragen bekommen, habe also Prüfautomaten geplant, Transfersysteme, Werkstätiger, Umlaufsysteme, alles möglichst voll automatisiert.

00:04:40: War total spannend.

00:04:41: Ich habe wahnsinnig viel gelernt.

00:04:43: Ich war knappe sechs Jahre dort.

00:04:45: Ich habe unglaublich viel gelernt.

00:04:47: Ich habe im Prinzip alles das damals gelernt, was ich heute als Vertriebsprogramm habe.

00:04:52: Ich habe damals den ersten Laserbeschrifter bei Bosch in München eingeführt.

00:04:56: Heute vertreibe ich Laserbeschrifter, zwar noch nicht allzu lange, aber okay.

00:05:00: Ich habe damals mit Graviergeräten und so weitergearbeitet.

00:05:03: Ich habe damals natürlich Dichtheitsprüfungen gemacht, nach verschiedenen Technologien.

00:05:09: Ich habe natürlich sehr viel Fördertechnik gehabt, Handhabungstechnik, Teile sortieren, zubringen an Montagelinien und so weiter.

00:05:16: Also alles das, was ich heute mache, habe ich damals bei Bosch in den ersten fünf und ein halben bis sechs Jahren gelegen.

00:05:24: Das war wirklich in den Jahren Druckbetankung.

00:05:28: Aber ich habe auch die Vorgabe gehabt, ich musste im Jahr mindestens zwei Weiterbildungsseminare, maximal vier machen.

00:05:35: Das habe ich natürlich dann auch ausgenutzt.

00:05:37: Ich habe Dinge gemacht wie REFA, wie MTM.

00:05:40: Das ist so eine Methode zur Zeitermessung in Handarbeitsplätzen.

00:05:45: Ich habe FMERs gemacht, die allererste FMER bei Bosch in München.

00:05:50: FMER?

00:05:51: FMER, Fehler, Möglichkeiten und Einflussanalyse.

00:05:54: Na

00:05:55: ja, klar, wer hat so einen Vorhör nicht gehört?

00:05:57: Ja, da geht es darum, was kann passieren, wenn ein Produktionsprozess oder ein Prüfprozess nicht ordnungsgemäß abläuft, was kann passieren?

00:06:07: und was hat es dann später im Produkteinsatz für Auswirkungen und in der Automobilindustrie?

00:06:12: Kraftschopumpen damals, wenn die Kraftschopumpe beim Überholvorgang bei Vollgas ausfällt und es kommt ein Tanklaster von vorne, dann könnte es verdammt eng werden.

00:06:22: Das versteht

00:06:23: sogar

00:06:23: so eine Nase wie ich.

00:06:24: Ja,

00:06:24: das ist also Fehlermöglichkeiten und Einflussanalyse ist also maximal gau und da müssen dann entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, dass eben der entsprechende Fehler, der dieses Problem auslösen kann, auf jeden Fall beseitigt wird und nicht auftritt oder erkannt wird.

00:06:40: Ja, und das habe ich ja auch von Anfang an mitgemacht bis hin zu moderierten FMERs im Hotelkonferenzraum mit zehn, fünfzehn Leuten dabei und, und, und, und.

00:06:49: Also, ich habe solche Dinge also alle gelernt.

00:06:51: Gute

00:06:52: Grundlage.

00:06:52: Gute Grundlage, wo du

00:06:53: gehst.

00:06:53: Wertanalyse und also was Erzeugnis, Kalkulation, was kostet das, das Erzeugnis im Werk zu produzieren und so weiter, habe ich als Ja, ich würde mal sagen, da Eier legende Wollmilchsau alles mitgemacht, weil als Prüfingenieur oder Prüftechnikingenieur musste ich natürlich die gesamte Produktionskette kennen.

00:07:12: Vom allerersten Rohteil, wo ja schon Fehler passieren können, die erst hinten in der Prüfung auftauchen, bis hin zum Ablieferprogramm, bis zur Verpackung und so weiter.

00:07:22: Ich habe also im Prinzip alles gemacht.

00:07:23: Ich kannte das ganze Werk.

00:07:25: Hat mich aber auch alles interessiert, fand ich total spannend alles.

00:07:28: Das merkt man kaum.

00:07:29: Es ist immer noch eine Begeisterung dafür.

00:07:31: Sehr schön.

00:07:32: Springen wir mal

00:07:32: ein bisschen, springen wir mal ein bisschen nach vorne.

00:07:34: Zwei tausend drei ging es dann wirklich in die Selbstständigkeit.

00:07:36: Also dein eigenes Unternehmen, die Industrievertretung oder das war so der Aspekt.

00:07:42: Das fing schon eher an.

00:07:43: Mein Vater hatte ja schon eine Industrievertretung.

00:07:46: Ich hatte nach Bosch für zwei Jahre zu einem Sondermaschinenbauer gewechselt.

00:07:50: Leider zu ungünstigen Zeiten.

00:07:52: Rezession in Süddeutschland.

00:07:53: Schwäbisches Unternehmen in Bayern mit einem Preußen.

00:07:57: Saupreis in einem unbearbeiteten Gebiet.

00:08:00: Das waren fünf Faktoren, die eben nicht gerade prickelt waren.

00:08:03: Es war also relativ erfolglos, aber ich habe unwahrscheinlich viele Angebote selber geschrieben.

00:08:08: Ich habe alles selber projektieren müssen, weil im Stammhaus jeder gesagt hat, der kommt ja nicht mit bekannten Kunden, der kommt ja nur mit unbekannten Kunden.

00:08:16: Was sollen wir für die Tun in Rezessionszeiten?

00:08:18: Da kommt ja eh nichts.

00:08:19: Ja, es gab aber keine bekannten Kunden in dem Gebiet außer Bosch München, die Knorrbremse und Audi Ingolstadt.

00:08:26: Das waren die drei Firmen, die die schon mal geliefert hatten.

00:08:28: Ja, also was sollte da kommen?

00:08:30: Also habe ich alles selber gemacht.

00:08:31: Ich habe also da auch die ganze Projektierung und Projektkalkulation und so weiter selber gemacht.

00:08:36: Aber es hat eben nicht funktioniert.

00:08:38: Ich war total frustriert und hatte Schiss, dass wir auf die Straße gesetzt werden.

00:08:42: Familie mit zwei Kindern, teure Wohnung, Münchner.

00:08:47: Umfeld.

00:08:49: Also war nicht gerade alles billig.

00:08:52: Und mein Vater hatte, wer weiß, was zu tun und kam nicht rum.

00:08:55: In Norddeutschland lief es komplett anders rum.

00:08:58: Und ja, dann nach langem Hin und Her und Diskussionen mit meiner Frau habe ich dann halt entschieden, bevor mir gekündigt wird, weil in der Firma wurde Kurzarbeit gefahren und ich war der Neueste, jüngste Mitarbeiter da im Vertrieb.

00:09:13: Nun habe ich gesagt, komm, jetzt machen wir den Schritt, ist mir alles egal.

00:09:18: Wir müssen jetzt wieder zurück, wir müssen da rein.

00:09:20: Ich habe mich woanders beworben.

00:09:22: Kein Erfolg, kein gar nichts.

00:09:24: Also habe ich den Schritt gemacht und bin bei meinem Vater mit eingestiegen.

00:09:27: Und das war dann zum Oktober, nineteen-neunzig.

00:09:31: Mein Vater wollte eigentlich Schluss machen.

00:09:33: Der wäre nämlich dann vierteljahr später fünfundsechzig geworden und wollte dann eigentlich Schluss machen.

00:09:38: Und Ja, so hat er noch ein paar Jahre mitgemacht.

00:09:41: Und in den letzten Jahren habe ich dann alles alleine übernommen.

00:09:45: Okay.

00:09:46: Und dann war es ja jetzt auch über die letzten, also auch die Jahre, auch eine ziemliche, ja klar, manchmal auch eine Achterbahnfahrt.

00:09:55: Also es gibt ja auch keine Krise und so, die da nicht irgendwie reingespielt hat.

00:09:59: Sagt aber ganz kurz, was waren die wichtigsten Aspekte?

00:10:02: Das ist ja immer in den vergangenen Jahren, auch bei dir auch der Fall gewesen, korrekt?

00:10:07: Ja, richtig.

00:10:08: Also die ersten Jahre ging es eigentlich immer nur bergauf.

00:10:12: Wir haben Zuwächse gehabt, wir haben Umsatzzuwächse gehabt, wir haben Kundenzuwächse gehabt.

00:10:16: Wir waren eben die ja bunten Hunde in Sachen Fördertechnik oder Zuführtechnik.

00:10:23: Wir hatten damals zwei Vertretungen nur, die eine eben für Fördertechnik und Aluminiumprofile und die andere Vertretung eben für diese Zuführtechnik schüttgut zu vereinzelten, lagerrichtigen Teilen machen.

00:10:34: Und ja, wir haben Wir brauchten eigentlich uns nicht groß anzustrecken.

00:10:39: Wir haben das Zeugs einfach verkauft.

00:10:41: Es lief einfach.

00:10:42: Wir haben richtig gut Geld verdient.

00:10:44: Und dann kam die erste Wirtschaftskrise.

00:10:47: Und die hat dann so lange gedauert, dass wir hier fast Haus und Hof verloren hätten.

00:10:53: Wirklich?

00:10:53: Ja.

00:10:58: Sag mal ganz kurz, wenn du darüber reden magst, also bis wo?

00:11:01: kurz davor, wie lief das ab?

00:11:03: Ja, das war im Endeffekt so, dass ich für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr

00:11:25: für

00:11:26: das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr.

00:11:35: Wahnsinniger Monat.

00:11:36: Wir haben vorher haufenweise Angebote geschrieben und in dem Monat sind so viele Aufträge reingekommen und alles kurzläufer.

00:11:45: Alles, was schnell geliefert werden konnte, so dass ich also für den Februar, ein Wahnsinnsprovisionen kassiert habe und damit überhaupt der Bank erst mal zeigen konnte.

00:11:54: Hey Leute, es geht wieder.

00:11:57: Ich kann mir das gar nicht vorstellen, weil ich habe zu der Zeit klar, ich war in USA zu der Zeit, ich habe aber im anderen Umfeld irgendwie gearbeitet, aber so extrem habe ich das halt nicht mitbekommen und das höre ich halt immer wieder, aber das ist dann mal so knapp irgendwie war.

00:12:09: Was hat die Zeit mit dir gemacht?

00:12:13: Ja, ich bin in der Zeit verdammt nachdenklich geworden.

00:12:16: Ich muss ganz ehrlich sagen, ich hatte nicht den Mut, irgendeine meiner Mitarbeiter zu kündigen.

00:12:21: Ich hätte es machen müssen eigentlich.

00:12:24: weil, wie gesagt, das finanzielle Überleben, das war extrem gefährdet.

00:12:28: Ich hatte nicht den Mut, wir haben Kurzarbeit gefahren, meine Mitarbeiter haben aber trotzdem fast normal weitergearbeitet.

00:12:35: Die haben ja auch alle Angst, um ihren Arbeitsplatz gehabt.

00:12:37: Und in der Zeit einen neuen Arbeitsplatz zu finden, hätten sie ja keine Chance gehabt.

00:12:41: Und somit sind wir also wirklich zusammen da wirklich gut durchgekommen.

00:12:47: Und danach ging es dann weiter.

00:12:50: Meine Hauptvertretung, die haben dann danach angefangen, so ein bisschen, wie soll ich sagen, die Daumenschrauben anzuziehen.

00:12:58: Ich hatte damals das ganze Vertriebsgebiet Norddeutschland und dann kam mit einmal irgendwo so ein Spruch von dem Vertriebsleiter, ja weißt du, entweder du setzt da oben in Hamburg einen Außendienstmann ein, der wohnt am besten da oben und fährt nur für uns in der Gegend rum, natürlich, aber du bezahlst ihn oder wir übernehmen das zwei-Jahr-Postler-Zahl-Gebiet selbst.

00:13:18: Da hab ich in dem Moment gedacht, ey, du spinnst doch wohl.

00:13:21: Ich bin hier Haarschaf aus der Krise rausgekommen, die soll ich hier noch jemanden einstellen.

00:13:25: Was soll das?

00:13:27: Ja, ein halbes Jahr später haben sie es dann tatsächlich wahrgemacht und haben mir das zweier Postletzahlgebiet weggenommen.

00:13:33: Wow.

00:13:33: Nächster Rückschlag.

00:13:34: Wahrscheinlich auch kein, also Hauptvertretung heißt halt eben auch Haupteinnahmequelle.

00:13:38: Das waren dann mal eben fast hunderttausend Euro Provision im Jahr weniger.

00:13:42: Und dann hab ich tatsächlich einen Mitarbeiter gekündigt.

00:13:46: Also da ging es halt nicht mehr, das war betriebsbedingt, dann eben unternehmerische Umstände haben eben so geführt.

00:13:52: Aber wahrscheinlich ein Schritt, der dir sehr weh getan hat, so wie ich das gerade daraus höre.

00:13:56: Ja, das ist mir überhaupt nicht leicht gefallen.

00:13:58: Ich habe wirklich vor dem Schritt Angst gehabt.

00:14:05: Ja,

00:14:06: verstehe ich.

00:14:08: Ja, danach nach der Geschichte neu wieder aufgestanden.

00:14:11: Ich meine, auch das gehört ja so zu dir.

00:14:14: Sicherlich stehen auch Qualitäten.

00:14:15: Die sind da sehr stark auch vorhanden.

00:14:18: Wie ging die Reise weiter über die über die nächsten zehn Jahre in den Zehnerjahren?

00:14:22: Ja, wir waren halt etwas reduziert hier.

00:14:24: Wenigere, geringere Kosten natürlich.

00:14:26: Wir haben dann eben mit dem reduzierten Vertriebsgebiet entsprechend weitergemacht.

00:14:31: Wir haben sehr guten Erfolg bei VW gehabt.

00:14:35: Wir haben im Werk Hannover Förderbänder verkauft.

00:14:38: Hallenweise.

00:14:40: Mein Mitarbeiter hat da bombastische Arbeit geleistet.

00:14:44: Und ja, dann haben wir, ich würde mal sagen, vier, fünf richtig gute Jahre gehabt.

00:14:49: Dann gab es im Jahr zwei tausendsechzehn wieder so eine Delle.

00:14:52: Da sind wir aber durchgekommen.

00:14:54: Wir haben dann eine weitere Vertretung gehabt für Linearmotorachsen.

00:14:57: Total interessante Technik, auch wieder alles elektromagnetisch.

00:15:01: Wahnsinnig schnell, wahnsinnig präzise.

00:15:04: Unglaublich gut.

00:15:04: Hat leider mit der ersten Firma nicht funktioniert, weil der Inhaber zwei Jahre später seine Firma verkauft hat.

00:15:10: Als es gerade schön anfängt zu laufen, man braucht immer so zwei Jahre, bis es dann so richtig läuft.

00:15:14: Ich finde gerade richtig an Spaß zu machen.

00:15:16: Darüber waren, ich habe meine Firma verkauft und der Neue, der will euch alle als Vertreter nicht mehr haben, der hat einen eigenen Außendienst.

00:15:23: Buf, war das Thema wieder weg.

00:15:24: Dann hat sich jemand anders gemeldet, ich habe gesehen, die Firma ist verkauft, sie waren da Vertreter, wollen sie nicht für mich das Ganze machen.

00:15:32: Dachte ich, wunderbar.

00:15:34: Welch Glück ist geschickt?

00:15:36: Der nächste Star machst du mit dem weiter.

00:15:38: Aber die Nasen passten nicht zusammen.

00:15:40: Das ist also nach anderthalb Jahren in einem gewaltigen Knall auseinandergegangen.

00:15:45: Okay.

00:15:46: Ja, der hat versucht mich da irgendwie über den Tisch zu ziehen und ich habe ihm gezeigt, dass ich das nicht mit mir machen lasse.

00:15:52: Ich habe ihn zur Weißglut gefahren.

00:15:54: Das hat richtig Spaß gemacht.

00:15:58: Ja, aber auch das, ich meine, beide Themen gehören ja irgendwie auch erstmals, manchmal leider auch zum Wesen, zum Beruf, handelsindustrie, Vertretung dazu.

00:16:08: Zum einen wird man mal ersetzt durch eine eigene Vertrieb.

00:16:10: Es gibt eine neue Vertriebsstrategie.

00:16:12: Das kann irgendwie passen und natürlich irgendwie ein Nasenfaktor.

00:16:15: Es ist manchmal auch was Menschliches, dass da irgendwie kommt.

00:16:17: Natürlich nie immer schöne Themen, aber ausschließen kann man es halt nicht.

00:16:22: Ja, es ist immer so, es ist immer die Wie weit lässt man das an sich ran?

00:16:25: Wie weit nagt das in einem?

00:16:27: Und ich habe damals mit einem Kollegen ein Telefonat geführt, so nach dem Jahreswechsel, in dem ich dann so anrief.

00:16:34: Na, hast du schon deine neuen Vorgabenzahlen gekriegt?

00:16:37: Und dann bin ich gleich explodiert.

00:16:38: Ah, diese Scheißzahlen und was soll der ganze quatschen?

00:16:40: Ich kann doch hier nicht umso vier Prozent steigern in der Situation.

00:16:44: Hallo, habe ich immer nur gehört.

00:16:45: Hallo.

00:16:46: Hallo, Giffey.

00:16:47: Ich dachte, was will der jetzt von mir?

00:16:50: Hallo, sagt er, was regst du dich auf?

00:16:51: Ja, aber... sagt er, was regst du dich auf?

00:16:55: Dann habe ich gestockt, was will der jetzt von mir?

00:16:58: Er sagt, das berechte ich doch nicht auf, das sind doch nur Zahlen.

00:17:02: Ja, aber nicht und?

00:17:02: Er sagt, das sind nur Zahlen.

00:17:06: Ob die jetzt am Anfang diese Zahlen hinschreiben oder am Jahresende ist doch völlig egal, das sind nur Zahlen.

00:17:12: Was am Jahresende rauskommt... Das kann doch heute noch keiner wissen.

00:17:16: Die Bundesregierung, die beschäftigt fünf Wirtschaftsweise, die ändern das ganze Jahr über ihre Prognosen und kriegen dafür ein Schweinegeld.

00:17:22: Und da sollst du heute jetzt sagen, was am Jahresende dabei rauskommt?

00:17:27: Da hab ich gedacht, hey, der hat irgendwie recht.

00:17:31: Was soll das Ganze?

00:17:31: Was reg ich mich eigentlich auf?

00:17:35: Ehrlich, ehrlich, also der.

00:17:37: Das Ding mit den Wirtschaftsweisen muss ich mir merken, wenn mein Vertriebsschläfer mich zukommt und ich irgendwie Zahlen einfordere, vielleicht sagt er mir das dann auch mal.

00:17:49: Und dieses Gespräch hat wirklich dazu geführt, dass mich auch Kunden nicht mehr aufregen können, wenn die mit irgendeinem Schwachsinn kommen oder mir irgendwas ans Zeug flicken wollen.

00:17:58: Lässt mich mittlerweile kalt.

00:17:59: Lass dich gar nicht mehr an mich ran.

00:18:00: Prallt einfach hier vorne ab, fertig.

00:18:02: Ohne dass ich da jetzt ... der knallharte Typ bin, aber ich lasse die ausreden, ich lasse die vor sich hinbölken oder was auch immer, je nachdem wie sie da irgendeine Reklamation oder irgendwas von sich geben, ich lasse die einfach machen.

00:18:15: Irgendwann haben die Apulver verschossen und dann ist Ruhe und dann warte ich noch im Moment.

00:18:20: Und dann kommt die Frage, sind sie noch da?

00:18:22: Ja, ich bin noch da.

00:18:26: Herrlich, wunderbar, lieber Olaf, kannst du mir bildlich vorstellen, aber... Da muss man natürlich auch erst mal hinkommen.

00:18:33: Ja,

00:18:33: klar.

00:18:34: Das

00:18:34: bringt ja auch die Erfahrung mit sich wahrscheinlich.

00:18:36: Das sah in den ersten Jahren auch ein bisschen anders aus, oder?

00:18:39: Ja, ich bin früher auch ganz gerne explodiert.

00:18:43: Da habe ich also auch den einen oder anderen Kunden dann vergrault.

00:18:46: Ich war dann auch ein bisschen blöd.

00:18:48: Ich hatte auch nicht den Mumm dann da anzurufen, um mich zu entschuldigen, weil ich habe mir gedacht, eine Ingenieurin kann ich mir noch sehr genau daran erinnern.

00:18:57: Die hat allen Männern immer zeigen wollen, wer das sagen hat.

00:19:01: hatte aber selber eigentlich keine Ahnung und hat da nur rumgeschnaut und hat da was was ich die große Tussi gespielt.

00:19:07: Ich weiß alles.

00:19:08: Diplom, Ingenieurin, Maschinenbau, okay ist alles okay.

00:19:12: Die kann sicherlich auch was, aber die.

00:19:15: hat mich zur Weißloot gebracht.

00:19:16: Das habe ich dann auch deutlich gesagt.

00:19:18: Und dann war Feierabend.

00:19:20: Das hat nicht so gematched zwischen euch, wie man heutzutage sagen würde.

00:19:23: Das war kein Match.

00:19:24: Nee, sie hat das dann auch in der Firma weiterverbreitet und dann war mit dem Kohn gar nichts mehr los.

00:19:30: Gehen wir mal kurz ein

00:19:31: bisschen weiter.

00:19:32: Dann kam Corona, die Zeit.

00:19:34: Wie seid ihr dadurch gekommen?

00:19:35: Ja, da sind wir relativ gut durchgekommen.

00:19:37: Ich habe Glück gehabt.

00:19:38: Ich habe mich ja vorhin mir einen neuen Server installieren lassen und Im Prinzip war ich technisch doch auch vorbereitet.

00:19:44: Natürlich nicht auf solch eine Pandemie, aber an dem Tag, wo die Schulen geschlossen wurden, waren meine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen morgens hier noch in der Firma.

00:19:54: Und die eine sagte, du, ich komm morgen nicht mehr, ich will morgens von zu Hause arbeiten.

00:20:00: Da

00:20:00: habe ich gedacht, ja, schön.

00:20:02: Und die andere sagte, du, ich auch.

00:20:04: Meine Kinder können nämlich auch nicht zur Schule.

00:20:08: Ja, und dann habe ich mal eben geguckt, wie mache ich das hier?

00:20:12: Laptops, ja, hatte ich noch einen über.

00:20:15: Okay, mit meinem IT-Lieferanten eben gesprochen.

00:20:18: Ja, so, da ist doch schon alles vorbereitet.

00:20:20: Wir haben virtuelle PCs in dem Server eingerichtet.

00:20:22: Über VPN können Sie sich da unter anmelden und zack und zack und zack so und so geht das.

00:20:26: Ausprobiert, wunderbar, zack mit der einen Mitarbeiterin nach Hause gefahren, Rechner hingestellt, angeschlossen, zack geht.

00:20:32: Zweite Mitarbeiterin nachmittags zu Hause eingerichtet, zack geht.

00:20:38: Damaliger Ingenieur hier, mein langjähriger Mitarbeiter, der hat dann am nächsten Tag gesagt, du, kann ich vielleicht auch von zu Hause arbeiten, ist vielleicht sicherer.

00:20:46: Ja, der hat seinen Laptop mitgenommen, ich habe ihm das gezeigt.

00:20:49: Er hat das zu Hause selber eingerichtet.

00:20:51: Ja, dann war ich plötzlich alleine im Büro.

00:20:54: War auch komisch.

00:20:55: Hab ich noch nie gehabt.

00:20:56: Wir waren immer mindestens zu zweit hier.

00:20:58: Ich war nie alleine im Büro.

00:21:00: Dann haben wir irgendwann gesagt, okay, wir müssen wenigstens einmal die Woche alle miteinander reden.

00:21:04: Also haben wir am Montag morgens ein kleines Teams-Meeting gemacht und haben uns dann auf die Weise getroffen und mal eben abgestimmt und ansonsten natürlich zwischendurch telefoniert per Teams mal eben oder wie auch immer.

00:21:15: Aber das sind wir ganz gut durchgekommen.

00:21:17: Das ging also relativ schnell, dass ihr die Umstellung gemacht habt.

00:21:19: Auch da, da kann ich ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, natürlich als Softwareunternehmer, viele Kunden bei uns, die in der Zeit echt... Ja, gemerkt haben, wie wenig entwickelt ihre digitalen Infrastruktur irgendwie war.

00:21:31: Das war für viele ganz, ganz schwierig.

00:21:34: Ganz, ganz schwierig.

00:21:34: Gerade auch intern.

00:21:35: Wie kommunizieren wir denn jetzt?

00:21:36: Wie machen wir das jetzt hier?

00:21:38: Ganz zu schweigen natürlich von Kunden-Kommunikationen.

00:21:41: Da bin ich ja auch immer darauf angewiesen, wie es hier Kunde aufgestellt.

00:21:43: Wie ist das möglich?

00:21:44: Aber... Finde ich schon stark, dass ihr halt sehr schnell da umgeschaltet habt, da eine Möglichkeit gefunden habt für euch und das wahrscheinlich auch beibehalten habt.

00:21:51: Das war ja dann nicht so eine der Pandemie, dass du gesagt hast, komm, lass mal den Quatsch.

00:21:56: Oder wie ging es dann weiter?

00:21:57: Nein, nein, mein Mitarbeiter, der vorher nie Homeoffice machen wollte, sagte hinterher Mensch, ich kann hier zu Hause so viel konzentrierter arbeiten.

00:22:03: Ich höre ja keinen Quatschen im Hintergrund.

00:22:05: Wir haben ja hier nur ein großes Büro, vier Quadratmeter für Arbeitsplätze.

00:22:09: Und wenn einer telefoniert, hören die anderen mit und er zu Hause viel effektiver arbeiten können.

00:22:14: mit dem Handy telefoniert, aber es ist ja im Endeffekt auch kein Problem und er hat richtig was weggeschafft.

00:22:20: Also in der Corona-Zeit haben wir eine ganze Menge geschafft und wir haben mit vielen Kunden oder bei vielen Kunden genau das, was du gerade gesagt hast, festgestellt, dass sie eben einfach nicht darauf vorbereitet waren auf Homeoffice.

00:22:31: Viele Kunden mussten überhaupt erst mal Rechner kaufen, kriegten keine mehr, der Markt war leer gekauft, ging also alles irgendwie gar nicht und wir konnten.

00:22:41: Selbst bei meinen Partnern lief es nicht, funktionierte nicht.

00:22:43: Wir waren alle im Homeoffice, einschließlich mir, ich hab dann ja hier Einzel-Homeoffice gespielt.

00:22:50: Aber ja, und bei meinen Partnern, die haben dann erst mühsam angefangen, das alles umzustellen und haben dann teilweise irgendwo auf Büros verteilt gesessen und vor und mit das Damen nach, mit das woanders und was weiß ich, mit Maske gearbeitet, brauchten wir alles nicht, wir konnten alle normal weiterarbeiten.

00:23:06: Na stark, na sehr gut.

00:23:08: Aber wie gesagt, spricht für deine Ausrichtung, für all das irgendwie auch digitales technisches Verständnis, sehr stark.

00:23:14: Und dann sprühen wir nochmal ein bisschen vor, ins Jahr zwanzig, fünfundzwanzig, führte auf einmal der Weg zu den Handelsvertreter Hiwos.

00:23:20: Ich glaube, wir waren vorher schon mal im Austausch irgendwie auch über CRM-Systeme oder so, da gab es irgendwie Touchpoint, aber

00:23:27: wie kam

00:23:28: es dann konkret zu uns?

00:23:30: Ja, ich habe vor drei Jahren, vor vier Jahren.

00:23:33: habe ich gemerkt meine jetzige Software wird einfach nicht weiterentwickelt und der Entwickler hatte auch gar keinen Bock mehr darauf irgendwas zu machen oder meine Fragen zu beantworten oder meine Hinweise.

00:23:44: kannst du nicht?

00:23:45: vielleicht noch das oder das oder sowas ist alles im Sande verlaufen.

00:23:48: und irgendwann habe ich dann die Faxenticke gehabt gesagt so jetzt kündige ich den Wartungsvertrag erstmal das erstmal weg.

00:23:54: und dann habe ich eine Marktrecherche gemacht und so bin ich auf Rapsody gestoßen habe dann da mal so ein kleines Lastneft geschrieben, habe das da einfach mal hingeschickt, mal sehen, was kommt.

00:24:03: Und ich habe insgesamt, weiß ich nicht, vier von Firmen angeschrieben und habe nur von zwei Firmen eine Antwort bekommen.

00:24:10: Ja, dann habe ich eben mit dem Martin Theising und einer Mitarbeiterin, weiß ich nicht mehr, wie sie hieß, dann zusammen Teams-Metting gemacht.

00:24:19: Ich habe erläutert, was wir machen haben, gezeigt, was wir da für eine Software haben, ist bekannt bei euch im Hause.

00:24:25: Und ja, so ist das Ganze entstanden.

00:24:26: Und irgendwie dann über diese Verbindung zu Rapsody bin ich dann irgendwann auf die Heroes aufmerksam geworden.

00:24:32: Ich glaube, ich habe da einfach mal eine E-Mail gekriegt.

00:24:34: Ich weiß es gar nicht mehr genau.

00:24:35: Irgendwie ist das dann entstanden und dachte ich, Mensch, das ist ja interessant.

00:24:38: Was sind das alles für Typen da?

00:24:41: Und da sind ja wirklich Typen dabei.

00:24:45: Du bist da ganz gut aufgehoben,

00:24:46: würde ich sagen.

00:24:48: Ich sehe mich irgendwie noch als relativ normalen Menschen, aber da gibt es wirklich... Typen dabei, ja, die sind so was von cool, das ringsromagnisch eigentlich schon alles einfrieren könnte.

00:25:00: Aber es macht richtig Spaß mit den Leuten.

00:25:01: und ja, ich habe das gemerkt, ich habe da mal so ein bisschen nachverfolgt, habe da mal so Freitagsmorgen bei so einer Coffee Corner einfach mal so mitgemacht, habe da mal so eine Einladung gekriegt und dachte, hey.

00:25:13: Das ist ja interessant, was die alles so von sich geben, wie die alle arbeiten und was die so für Erfahrungen haben.

00:25:18: Und so bin ich da immer weiter reingekommen und hat irgendwie immer mehr Spaß gemacht.

00:25:21: Ich hatte letztes Jahr im Frühjahr eigentlich schon mich anmelden wollen zu dem Camp am Dümmer.

00:25:28: Aber da hatte ich ja nun den neuen Mitarbeiter in einer Einarbeitung hier und der alte Mitarbeiter wollte so langsam auslaufen lassen, hatte ich nicht den Mut jetzt einfach hier für drei, vier Tage komplett raus und die alle hier alleine zu lassen.

00:25:39: Und andererseits, wenn ich mich angemeldet hätte, hätte ich ein Problem gehabt.

00:25:41: Ich war dann genau in der Woche krank.

00:25:46: Aber ich habe hinterher dann die Ergebnisse gesehen und diese kurzen Videos, die die Statements der Teilnehmer und habe gedacht, brav.

00:25:56: Wärste man dabei gewesen, da hättest du wahrscheinlich auch irgendwie dein Hirnmach richtig frei geblasen gekriegt.

00:26:02: Ja, definitiv.

00:26:02: Kurz kurz zur Einordnung für die, die das nicht wissen.

00:26:05: Das war ein Kämpf, was wir gemacht haben in zwanzig, zwanzig am Dümmersee, drei Tage.

00:26:09: Es ging darum, Visionen, zwanzig, dreißig wirklich mal zu erarbeiten.

00:26:13: Wo möchte ich als Unternehmer eigentlich in fünf Jahren stehen?

00:26:16: Was ist meine Vision?

00:26:17: Wie will ich da hin?

00:26:17: Und das war wirklich faszinierend zu mitzubekommen, auch für mich als Außenstehender, was dafür in der Energie ist, was da Leute für Ideen sich vorgenommen haben und was da jetzt auch für Wege raus entstanden sind.

00:26:32: Also was, was da umgesetzt wird, echt schön zu sehen und von daher nehmen wir so ein Thema wieder auf.

00:26:36: Und ja, dies Jahr, zwanzig sechsten, zwanzig bist du aber dabei, ne?

00:26:39: Dann im Mai jetzt?

00:26:39: Ja, ja, ja, ja.

00:26:40: Ich hab mich für beides angemeldet, im Mai und im November.

00:26:43: Da heißt Olaf hat gleich ganz zwanzig, sechsten, zwanzig durchgebucht hier.

00:26:48: So soll's sein, so soll's sein.

00:26:49: Aber bleiben wir mal eben bei dem Punkt auch ein bisschen, was ich habe, eine so digitale Transformation und du sagtest mir das, im Vorgespräch auch schon du hast auch in zwanzig fünf zwanzig mal so einen Punkt gehabt, da hättest du dir nicht vorstellen können.

00:27:00: Unbedingt, dass wir jetzt hier heute so über KI reden, dass diese Themen für dich irgendwie so wichtig wären.

00:27:06: Springen wir da mal kurz rein.

00:27:09: Ja, wie gesagt, Anfang letzten Jahres habe ich noch gedacht, LinkedIn ist alles Quatsch.

00:27:13: Ich bin seit Jahren schon bei LinkedIn registriert und habe da immer mal so ein bisschen reingeguckt, aber ich dachte, ist doch alles irgendwie Quatsch.

00:27:20: Was soll der ganze?

00:27:22: Ich habe mich dann nie groß engagiert und habe dann auch höchstens mal E-Mail Newsletter gemacht oder haben irgendwelche anderen Aktionen gemacht, wie auch immer, aber LinkedIn.

00:27:33: Wie soll ich denn da die Leute finden, für die das interessant ist, was ich da vielleicht poste?

00:27:39: Ja, und mein damals neuer Mitarbeiter, der dann ja leider ein halbes Jahr später gekündigt hat, der hat dann mit LinkedIn angefangen, hat dann immer so ein bisschen geredet und hier und da.

00:27:48: Und guck mal, ich habe mir schon so und so viele Follower und und und.

00:27:50: Ich habe gedacht, hey, wie macht der das?

00:27:53: Warum?

00:27:53: Was, was bringt das?

00:27:55: Und habe dann immer mal so ein bisschen geguckt, was macht er?

00:27:57: Was machen diejenigen, die ihm folgen?

00:28:00: Und und so bin ich überhaupt erst mal bei LinkedIn so ein bisschen... Sagen wir mal ein bisschen interessierter geworden.

00:28:06: So, und da kam dieses ganze Thema KI irgendwann in so einer Coffee Corner und dann habt ihr mal irgendwie so ein kleines Schnupperseminar gemacht und dachte ja KI, habe ich damals auch gedacht KI ist ja nur dafür da die Leute zu verarschen.

00:28:21: Statement des

00:28:22: Jahres, jetzt schon.

00:28:24: Ja, aber was man über das Summit in Hamburg jetzt im November, habe ich erst mal gesehen, was man mit KI machen kann und wie man die trimmen kann.

00:28:33: Und da war ich ja, wie hat Öse damals gesagt, total geflasht.

00:28:39: Da hat es mich also wirklich wie der Blitz getroffen, was man mit KI alles machen kann.

00:28:42: Seitdem bin ich also da genadenlos infiziert.

00:28:46: Ich erzähle die Geschichte übrigens sehr vielen Menschen, dass ich sage, weil die mich fragen, sagen wir KI Camp und so, was habt ihr da gemacht?

00:28:53: Ich gebe dir nur mal ein Beispiel, ich habe da jemanden, der ist technisch sehr versiert, der war gegenüber dem Thema KI, aber immer sehr ein bisschen distanziert, so will ich es mal nennen.

00:29:04: Und da habe ich so gemerkt, am Ende schon vom Tag eins.

00:29:09: Auf einmal taut er irgendwie auf und steht abends bei der Abendveranstaltung in der kitchen cook steht er vor mir und sagt du ich habe jetzt eine Idee man könnte dies machen man könnte das machen das machen.

00:29:18: So und ich sage nie den Namen weil wir haben ja Quellen schutziert.

00:29:23: Aber das war genau das ist eben der Aspekt dass ich halt gemerkt habe gerade auch bei dir bei vielen anderen.

00:29:29: was in kurzer Zeit passieren kann bei diesem Thema.

00:29:33: Wenn man einmal wirklich eintaucht, in der Gemeinschaft da eintaucht, sich da ein bisschen mit beschäftigt und auf einmal sind die Leute irgendwie angefixt.

00:29:40: Oder wie wird es beschreiben in deinem Worten?

00:29:42: Ja, das würde ich genauso sagen.

00:29:44: Wenn ich sehe, was jetzt da in unserer Community da so an Informationen durchläuft, wer was da mit KI entwickelt hat und wie da irgendwelche Katologe Prospekte auseinander genommen wird, mit Preislisten verbunden werden, alles über KI und so weit bin ich ja noch gar nicht.

00:30:00: Ich frag mich, woher nehmen Sie die Zeit?

00:30:02: Ich hab die Zeit gar nicht.

00:30:03: Wir haben dich jetzt nicht zu tun in der Wintersaison.

00:30:06: Sind das irgendwelche Sommerhandelsvertreter?

00:30:11: Also, ich kann das nur abends machen, am Wochenende und meine Frau ist manchmal schon genervt.

00:30:16: Ah, machst du schon wieder mit ChatGPT?

00:30:18: Wir hätten aber noch dies und das und das.

00:30:20: Ja, okay, gut.

00:30:23: Ja, aber wunderbar.

00:30:24: Also du voll in das Thema eingetaucht.

00:30:26: Wie geht die Reise für dich weiter, auch die KI-Reise?

00:30:29: Ja, ich werde ab Ende Januar dieses neuen Wochenseminar bei Marcel Pesch mitmachen.

00:30:34: Mastermanagement for AI.

00:30:36: Und will mal sehen, dass ich da jetzt die Haken und Ösen, die ich jetzt im Moment dann noch immer wieder finde, dass ich die wirklich löse oder gelöst kriege.

00:30:45: Und ja, dann geht das voran.

00:30:47: Ich hatte ja schon gesagt und letztens damit, ich muss erstmal meine riesige Datenbank durchforsten.

00:30:51: Da sind also Uraltdaten vor meinem Vater noch drin, die ich damals von der Kartei-Karte abgeklimpert habe.

00:30:59: Das muss alles mal verifiziert werden.

00:31:01: Existieren die Firmen noch?

00:31:02: Existieren sie da, wo sie sind?

00:31:04: Heißen sie heute vielleicht anders?

00:31:05: Haben sie jetzt eine Website?

00:31:06: Wahrscheinlich ja, wenn sie noch existieren.

00:31:09: Wie kriege ich das alles raus?

00:31:10: Ich habe über fünf tausend Firmen in meiner Datenbank.

00:31:12: Das kann ich nicht mehr zu Fuß machen.

00:31:15: Und dann geht es halt weiter.

00:31:16: Wenn ich das soweit klar habe, dann will ich Marketingaktionen machen.

00:31:19: Ich habe in den letzten drei Jahren ja vier neue Vertretungen übernommen.

00:31:26: Das, was ich die ganzen Jahre immer versucht habe, mein Geschäft auf breitere Beine zu stellen, hat erst in den letzten drei Jahren richtig funktioniert.

00:31:36: Verrückt, eigentlich zu einem Zeitpunkt, wo ich drüber nachdenke, langsam mal auslaufen zu lassen, muss ich jetzt eigentlich doch noch mal richtig Gas geben.

00:31:43: Ja gut, aber mit den Möglichkeiten, umso besser, mit deiner Passion dafür, das merkt man ja, dann kann das ja nur gut werden.

00:31:51: Ich finde es einfach phänomenal, also aus einer Situation herauszukommen und das natürlich auch eben zu sehen, welche Wirkung an so einer Community eben auch haben kann, wie ansteckend das sein kann.

00:32:02: Sorry an deine Frau, werde ich hier auch mal persönlich sagen, wenn ich sie mal kennenlernen.

00:32:05: dass wir da eben was anrichten.

00:32:07: Aber ich kann dir sagen aus meiner Erfahrung, meine Frau versteht das auch.

00:32:10: Also, das geht

00:32:12: schon.

00:32:12: Ja, meine Frau ist ja nun seit einem halben Jahr oder etwas über einem halben Jahr hier im Büro mit tätig.

00:32:17: Blieb damals nichts anderes übrig.

00:32:19: Sie hat den Sprung einfach gemacht, weil sie ihre bisherige Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr machen konnte.

00:32:24: Stehende Tätigkeit unter Last, sage ich mal, die es hat.

00:32:26: So sitzende Tätigkeit kann die Knie und Beine entlasten.

00:32:30: Ja, es ist auch zu ihrem Vorteil, weil sie jetzt eben wesentlich mehr Lebensqualität wieder hat, weil sie wieder mehr machen kann.

00:32:36: Auch wenn das alles Neuland ist hier.

00:32:38: Aber ja.

00:32:40: Wunderbar.

00:32:40: Das hört sich gut an.

00:32:41: Du, Olaf, wenn ich jetzt jemanden mit so viel Erfahrung eben auch noch mal dabei, da muss ich natürlich dann auch mal fragen.

00:32:48: Drei so, drei so wichtige Learnings, die du generiert hast, sag ich mal so, die du hart erarbeitet hast über die Jahre.

00:32:55: Sag mir nochmal drei Sachen, die du gerne schon gewusst hättest mit zwanzig Jahren.

00:33:00: aus der Perspektive von heute.

00:33:04: Ja, das erste ist erstmal Gelassenheit.

00:33:07: Reg dich nicht über jeden Kleinkram auf und fühle dich nicht ständig angegriffen, wenn irgendjemand sich über irgendwas beschwert.

00:33:15: Im Geschäftlichen Kann ich das mittlerweile, weil ich genau weiß, er meint ja nicht mich, sondern er meint vielleicht den Hersteller oder das Produkt, was ihn nervt, aber nicht ich nervt für ihn.

00:33:23: Im privaten Feld mir das manchmal noch ein bisschen schwer.

00:33:25: Okay, gelassenalte mal eins, Nummer zwei.

00:33:29: Ja,

00:33:29: Nummer zwei.

00:33:32: Ja, was hätte ich mit zwanzig Jahren schon gerne gekonnt?

00:33:37: Also diese ganze Computerei, die ich heute mache, mit zwanzig... sprach man zwar schon mal irgendwie über so ein komodore c-viren-sechzig oder sowas, wo manche ihre Diplomarbeit ein paar Jahre später darauf geschrieben haben, hatte ich damals nicht die Möglichkeiten, hatte ich damals nicht.

00:33:53: Das, was ich mir im Laufe der vielen Jahre so erarbeitet habe an Computerwissen und und und, das hätte ich vielleicht damals schon ganz gerne gehabt, schon ganz gerne gewusst, weil da wäre mir vielleicht manches auch etwas leichter gefallen.

00:34:07: Aber ja, ich habe mir immer alle Dinge selber erarbeitet.

00:34:10: Alles, was ich heute weiß, habe ich mir selber erarbeitet, habe ich selber durch Wissens dran, eigentlich und Wissensdurst in mich aufgenommen und ich weiß nicht, warum.

00:34:22: Ich habe eine unglaubliche Speicherkapazität in meinem Kopf, aber ich habe auch Hutgröße einen Sechzig, also von da.

00:34:30: Da passt eine ganze Menge rein.

00:34:31: Bei der Bundeswehr hatten sie damals Schwierigkeiten, mir eine entsprechende Kopfbedeckung zu beschaffen.

00:34:37: Es hat ein paar Wochen gedauert und ich bin immer angeräumt worden, warum ich dieses Schiffchen oder dieses Barrett oder so nicht getragen habe oder nicht trage.

00:34:43: Habe ich noch nicht.

00:34:45: Guckt mal ringsrum.

00:34:46: Gutgröße,

00:34:46: einen Sechzig.

00:34:51: Wunderbar.

00:34:51: Ja,

00:34:52: schön.

00:34:53: Zwei ganz wichtige Themen.

00:34:54: Nr.

00:34:54: drei.

00:34:56: Kann ich gar nicht mal sagen.

00:34:57: Weiß ich nicht.

00:34:58: Es ist alles so gekommen, wie es gekommen ist.

00:35:00: Und damals, als ich noch im Vertrieb war, mein erster Vertriebsjob, hätte ich mir damals gewünscht, dass mir jemand sagt, komm, zwei Jahre musst du die etablieren, im dritten Jahr kannst du ernten.

00:35:11: Ich hätte das dritte Jahr dabei bleiben sollen, weil mein Nachfolger hat fast alle Angebote, die ich geschrieben habe, zur Aufträge umsetzen können, ohne selber was dafür zu tun.

00:35:19: Das war dann so ein Volumen von über zehn Millionen Mark damals.

00:35:24: Das hat mir wehgetan.

00:35:26: Als ich das gehört habe von ihm, wir haben uns irgendwann mal irgendwo getroffen auf einer Messe, das hat mich schon wehgetan.

00:35:31: Das Dritte Jahr hätte ich da bleiben sollen.

00:35:32: Dann wäre ich vielleicht heute nicht selbstständig, dann wäre alles anders gekommen.

00:35:36: Vielleicht würde ich auch nach unten in München nach Raum irgendwo wohnen oder ich weiß es nicht, keine Ahnung.

00:35:40: Aber gut, es ist jetzt so, alles entstanden, wie es entstanden ist und... Eine ganz wichtige Erfahrung ist für mich, das muss ich jetzt mal einwerfen.

00:35:49: Zu dem Zeitpunkt, wo ich bei meinem Vater eingestiegen bin, habe ich unser Steuerberater damals gefragt.

00:35:54: Wie ist das jetzt mit der Rentenversicherung?

00:35:56: Soll ich da weiter einzahlen?

00:35:58: Oder nein, machen Sie das auf keinen Fall.

00:36:00: Machen Sie eine ordentliche Lebensversicherung.

00:36:02: Die staatliche Rente hat eine zu schlechte Rendite.

00:36:04: Lassen Sie das.

00:36:05: Rentenberater hat mir das selber damals gesagt.

00:36:07: Und mein Vater hat es genauso gemacht.

00:36:09: Aus heutiger Sicht würde ich sagen, der größte Fehler auf solche Leute zu hören.

00:36:14: die selber mit der Rente kein Problem haben werden oder gehabt hätten später, wir fehlen nämlich jetzt meine ein und dreißig Jahre Selbstständigkeit auf dem Rentenzettel.

00:36:25: Ich hätte ein Mindestbeitrag zahlen sollen.

00:36:27: Das ist ein ganz wichtiger Punkt, den eigentlich jeder wissen muss, der sich heute als Handelsvertreter selbstständig macht, zahlt in die Rente weiter ein, zahlte Mindestbeitrag damit er die Jahre hat.

00:36:37: Die Jahre sind Geld wert.

00:36:39: Ja, guter Punkt nochmal, guter Hinweis von jemandem, der viel Erfahrung hat.

00:36:43: Vielen, vielen Dank.

00:36:44: Du, ich bin froh, dass das damals mit dem zweiten Jahr, dass du gesagt hast, ich mache das jetzt nicht weiter, auch wenn das ein finanzieller Effekt, die negativ war, denn sonst hätten wir heute nicht miteinander gesprochen.

00:36:55: Gehe ich mal voraus.

00:36:56: Also von daher, so muss das auch mal positiv

00:36:58: sehen.

00:36:58: Ja,

00:36:59: ja.

00:36:59: Ja, lieber Olaf.

00:37:00: Vielen, vielen Dank.

00:37:01: Da war heute ganz viel drin.

00:37:03: Ich habe selten... So viel Spaß gehabt.

00:37:06: in über zwei Hundert

00:37:07: Podcast Aufnahmen muss ich ganz

00:37:09: ehrlich sagen.

00:37:11: Behalte diese Art bei weiter hier bei den Heroes.

00:37:14: Uneinliche Bereicherung auch für dieses Netzwerk.

00:37:17: Und zeigt euch eben auch was was da irgendwie möglich ist.

00:37:19: Also das ist ja nicht nur bei uns so dass man schon.

00:37:22: Total als digitaler Profi irgendwie unterwegs ist und alles durchautomatisiert hat sondern.

00:37:28: Sehr für jeden.

00:37:28: der Einstieg ist irgendwie möglich und so sollte es auch sein und dann liegt es halt an einem selbst was man raus macht.

00:37:34: Ja klar.

00:37:34: Klar, natürlich.

00:37:35: Wenn man solche neuen Dinge hört und sieht und einfach sagt, das sollen die anderen mal machen, dann hat man verloren in dem Moment.

00:37:42: Und ich habe das jetzt verstanden.

00:37:43: Ohne KI kann ich die nächsten fünf Jahre, die ich noch machen will oder machen muss, nicht überstehen.

00:37:49: Also muss ich sehen, wie ich da reinkomme.

00:37:50: Und es ist total interessant und total spannend.

00:37:54: Aber ich muss auch ganz ehrlich sagen, manchmal wird es mir ein bisschen viel mit JetGPT und Gemini und hier und da und jetzt ganz zur Wechsel noch nur doch auf Deutsche oder auf europäische KI-Anbieter und nicht mehr mit den Amerikanern.

00:38:08: Und bei der vielen Arbeit, die ich den ganzen Tag über habe, ist irgendwann abends der Kopf so weit leer geblasen, dass ich dann auch sage, komm, jetzt ist mir das alles egal.

00:38:17: Und KI und wenn du mir jetzt noch eine Excel-Tabelle bereitstellst, die ich nicht runter lade, dann musst du eben morgen nochmal von vorne anfangen.

00:38:23: Dann ist das eben so.

00:38:27: Sehr schön.

00:38:27: In jedem Sinne.

00:38:28: Lieber Olaf, danach kann doch nichts mehr kommen.

00:38:31: Vielen, vielen Dank für die offenen Worte.

00:38:33: Hat mir viel Spaß gemacht.

00:38:34: Und in Hamburg sagt man Tschüss.

00:38:36: Bis dann.

00:38:37: Ich danke für die Einladung.

00:38:38: Tschüss.

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